Meisterschaft 2016/17: Türkgücü Mainz II - FCL 2:2

FCL muss sich mit Remis bei Türkgücü Mainz begnügen

Am vergangenen Sonntag ging es für den FCL zum Tabellenvierten Türkgücü Mainz. Allen war die Schwere der Auswärtsaufgabe bewusst, da Türkgücü selbst auch noch Chancen hatte, noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Der FCL wollte seine gute Ausgangslage eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen Dienheim nicht herschenken und so war der Druck durchaus spürbar. Leider fehlten neben Herber, Kirch (beide krankheitsbedingt), Lippert und Ries (urlaubsbedingt) auch noch Duah, der angeschlagen nur auf der Bank Platz nehmen konnte. Nichtsdestotrotz stand Coach Thomas Kraft eine schlagkräftige Elf zur Verfügung, die er ins Rennen schickte.

Das Spiel begann zunächst vielversprechend. Der FCL war das bestimmende Spiel und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Trotz dass man vermehrt lange Bälle spielte, sprangen Halbchancen durch Kraft und Vogelsang heraus. Doch nach gut 10 Minuten dann die kalte Dusche: Ein Befreiungsschlag der Heimmannschaft gegen eine aufgerückte und unsortierte FCL Defensive reichte auf dem kleinen Platz um den Türkgücü-Stürmer auf die Reise zu schicken. Dieser behielt frei vor dem FCL-Tor die Nerven und schob an Keeper Hof vorbei zur Führung ein (12. Min.). Danach war die Verunsicherung in der Mannschaft spürbar. Man mühte sich redlich und versuchte es, war jedoch im Passspiel zu ungenau und spielte fast nur noch lange Bälle, da das Selbstvertrauen für Kurzpassspiel nicht mehr vorhanden war. So hatte man zwar weitere Übergewicht, jedoch hatte man nie das Gefühl, dass man sich richtig hochkarätige Torchancen herausspielen könnte. Auf der anderen Seite blieb die Heimelf über Konter gefährlich. Einer dieser führte dann kurz vor der Pause zu einem Einwurf am Strafraum des FCL. Diesen bekam die Hintermannschaft nicht entscheidend geklärt und so konnte Türkgücü aus kurzer Distanz zum 2:0 erhöhen (40. Min.). Das war dann auch gleichzeitig der Pausenstand.

Nach einer deftigen Pausenansprache wollte der FCL in Hälfte Zwei das Ruder herumreißen, was zunächst allerdings nicht gelang. Stattdessen schwächte man sich nach einer Stunde selbst, als Kerzel im Zweikampf als letzter Mann zu spät kam und wegen dieser Notbremse berechtigterweise des Feldes verwiesen wurde. Scheinbar war das allerdings die Situation, die es brauchte um das Spiel noch einmal kippen zu lassen. Der FCL hatte jetzt nichts mehr zu verlieren und war in Unterzahl noch einmal alles in die Waagschale. Zunächst konnte Vogelsang nach einer Calabrese-Ecke aus kurzer Distanz verkürzen (68. Min.). Danach holte der in Halbzeit zwei stark aufspielende David Kraft einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor der Heimelf heraus. Hatte der Keeper einen Freistoß seines Bruders Mike zuvor noch entschärft, war dieses Mal machtlos als der Ball wie an der Schnur gezogen im Kreuzeck einschlug (70. Min.). Das war Spiel war nun offen und beide Mannschaften hatten in der Folge beste Chancen um in Führung zu gehen – alleine konnten diese auf beiden Seiten nicht genutzt werden. So ging es letztlich mit einem verdienten Remis auseinander, wobei beide Mannschaften das Siegtor auf dem Fuß hatten. Nach gut 90 Minuten pfiff der zumeist umsichtig agierende Schiedsrichter die Partie mit dem Endstand von 2:2 ab.

Fazit: Eine Stunde lang eine wirklich schlechte Partie. Vielleicht lähmte der Druck, als Tabellenführer gewinnen zu müssen. Letztlich egal, mit einer Willensleistung und viel Kampf holte man schließlich in Unterzahl noch einen Punkt, der für die Moral allemal gut war und auch in der Endabrechnung noch viel Wert sein kann. Jetzt heißt es, sich auf das Spitzenspiel gegen den großen Favoriten aus Dienheim vorzubereiten, die den sowieso sehr stark und breit besetzten Kader im Winter noch weiter aufgerüstet haben. Gegen den Meisterschaftsfavoriten wird man alles rausholen, was geht und am Ende sehen, zu was es reicht. Die Mannschaft freut sich jedenfalls auf ein Spitzenspiel am Lörzweiler Hohberg und hofft auf zahlreiche Unterstützung am kommenden Sonntag, 19.03., ab 15:00 Uhr. Auf geht’s.

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